Sind Sie unschlüssig, wie Sie Ihren nächsten Urlaub verbringen sollen? Mittelitalien ist ein an Überraschungen überreiches Gebiet, das von großen Kunststädten bis hin zu unberührten Naturwundern reicht.
Wenn Sie einen konkreten Leitfaden benötigen, um zu verstehen, was Sie besichtigen und wie Sie Ihre Reiseroute organisieren können, sind Sie hier genau richtig. Wir haben für Sie 55 Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte.
Warum man den Urlaub in Mittelitalien verbringen sollte
Ein Urlaub in Mittelitalien ermöglicht den Besuch einer Vielzahl von Landschaften und Attraktionen, wie sie anderswo auf so wenigen Kilometern kaum zu finden ist.
Von den weltberühmten Kunststädten bis zu den auf Felsen thronenden mittelalterlichen Dörfern, von der wilden Natur des Apennins bis zu den avantgardistischen Museen, bis hin zu Seen, Flüssen, Wasserfällen und Inseln: Dieses Gebiet ist eine unendliche Überraschung.
Die geografische Nähe zwischen den verschiedenen Regionen ermöglicht es, in einem einzigen Urlaub bequem zwischen mehreren Sehenswürdigkeiten zu wechseln und in kurzer Zeit vom Meer in die Berge oder von der Kultur zur Entspannung zu gelangen.
Städte in Mittelitalien, die man unbedingt besuchen sollte
Viele Städte in Mittelitalien haben historische Zentren, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden, wo Renaissance-, mittelalterliche und römische Architektur mit einem lebendigen gastronomischen und handwerklichen Angebot koexistieren.
Ein Rundgang, der an diesen Orten beginnt, ermöglicht es, die historische und künstlerische Entwicklung des Landes durch Denkmäler, Pinakotheken und monumentale Plätze zu verstehen.
1. Florenz

Als Hauptstadt der Toskana und Wiege der Renaissance ist Florenz ein wahres Freilichtmuseum, was es zu einer der schönsten Städte Italiens macht.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Cattedrale di Santa Maria del Fiore (Kathedrale Santa Maria del Fiore) mit der Kuppel von Brunelleschi, die Galleria degli Uffizi (Uffizien-Galerie), die die größte Sammlung von Renaissance-Malerei der Welt beherbergt, und die Galleria dell’Accademia (Galerie der Akademie) mit Michelangelos David.
Ein vollständiger Besuch darf einen Spaziergang über die Ponte Vecchio (Alte Brücke) und einen Halt auf der Piazza della Signoria (Platz der Signoria) nicht ausschließen. Für diejenigen, die einen Panoramablick auf die Stadt suchen, bleibt der Piazzale Michelangelo (Michelangelo-Platz) der beste Aussichtspunkt.
2. Siena

Siena ist berühmt für sein mittelalterliches Erbe und seine fast unversehrt gebliebene städtische Struktur.
Das Herz der Stadt ist die Piazza del Campo (Platz des Feldes) mit ihrer charakteristischen Muschelform, wo zweimal im Jahr der Palio ausgetragen wird. Hier befinden sich der Palazzo Pubblico (Öffentlicher Palast) und der Torre del Mangia (Turm des Fressers).
Ein weiterer wichtiger Anziehungspunkt ist der Duomo di Siena (Dom von Siena), ein meisterhaftes Beispiel des italienischen romanisch-gotischen Stils mit einzigartigen Intarsienböden.
Die Stadt lässt sich bequem zu Fuß erkunden, indem man die Gassen der siebzehn Terzi (die historischen Viertel) erkundet, die Läden mit Panforte und Ricciarelli verbergen.
3. Pisa

Pisa ist weltweit bekannt für die Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder), eine UNESCO-Stätte, die auf einem einzigen Platz den Dom, das Baptisterium, den Camposanto (Friedhof) und den berühmten Schiefen Turm vereint.
Neben diesem monumentalen Komplex lohnt sich ein Besuch der Altstadt, die sich entlang der Lungarni, der Alleen am Arno, erstreckt. Hier befinden sich der Palazzo Blu (Blauer Palast), Sitz wichtiger Kunstausstellungen, und die Chiesa di Santa Maria della Spina (Kirche der Heiligen Maria vom Dorn), ein Juwel der pisanischen Gotik.
Die Stadt beherbergt auch eine der ältesten und renommiertesten Universitäten Italiens, die Scuola Normale Superiore, die sich auf der malerischen Piazza dei Cavalieri (Platz der Ritter) befindet. Dieses Mosaik aus Architektur, Kultur und Geschichte macht Pisa sicherlich zu einem der schönsten Orte Italiens.
4. Lucca

Lucca ist eine der wenigen italienischen Städte, die ihre Stadtmauern aus dem 16. Jahrhundert noch vollständig erhalten hat. Heute sind sie in einen über 4 Kilometer langen öffentlichen Fußgängerpark umgewandelt, der das Zentrum umgibt.
Innerhalb der Mauern ist die Stadt berühmt für ihre „hundert Kirchen“ und für die Piazza dell’Anfiteatro (Amphitheaterplatz), die auf den Überresten eines antiken römischen Amphitheaters erbaut wurde und dessen besondere elliptische Form beibehält.
Zu den wichtigsten Denkmälern gehören der Torre Guinigi (Guinigi-Turm), auf dessen Spitze Steineichen wachsen, und der Duomo di San Martino (Dom von San Martino). Lucca ist eine flache Stadt, ideal zum Fahrradfahren.
5. Rom

Die Hauptstadt bietet eine weltweit einzigartige historische Schichtung, die von der Römerzeit bis zum Barock reicht.
Zu den wichtigsten Stationen gehören der Komplex des Kolosseums und des Forum Romanum, das Pantheon und große monumentale Plätze wie die Piazza Navona und die Piazza di Spagna (Spanischer Platz).
Man kann Rom nicht besuchen, ohne in die Vatikanstadt zu gehen, um den Petersdom und die Vatikanischen Museen zu bewundern.
Neben den bekanntesten Sehenswürdigkeiten bieten Viertel wie Trastevere oder Testaccio einen authentischen Einblick in das römische Leben und die lokale Küche, während die Kapitolinischen Museen einige der wichtigsten antiken Skulpturen der Welt beherbergen.
6. Perugia

Als Hauptstadt Umbriens ist Perugia eine Kunststadt, die sich durch ein steiles mittelalterliches Zentrum auszeichnet, das über ein modernes Rolltreppensystem durch die eindrucksvolle Rocca Paolina (Paulinerfestung), eine unterirdische päpstliche Festung, erreicht wird.
Das Zentrum der Stadt ist die Piazza IV Novembre (Platz des 4. November), wo sich die Fontana Maggiore (Großer Brunnen), der Palazzo dei Priori (Palast der Prioren) und die Cattedrale di San Lorenzo (Kathedrale des Heiligen Laurentius) befinden.
Perugia beherbergt die Galleria Nazionale dell’Umbria (Nationalgalerie Umbriens), die Meisterwerke von Piero della Francesca und Perugino bewahrt. Die Stadt ist auch ein lebhaftes Universitätszentrum und Austragungsort wichtiger internationaler Festivals wie Umbria Jazz.
7. Urbino

Urbino ist die ideale Stadt der Renaissance und der Geburtsort von Raffael Sanzio.
Ihr Hauptdenkmal ist der Palazzo Ducale (Herzogspalast), ein imposantes architektonisches Bauwerk, das die Galleria Nazionale delle Marche (Nationalgalerie der Marken) beherbergt, wo sich grundlegende Werke wie die „Ideale Stadt“ und Raffaels „Die Stumme“ befinden.
Das historische Zentrum, UNESCO-geschützt, erstreckt sich über steile Auf- und Abstiege, die zum Geburtshaus von Raffael und zur Fortezza Albornoz (Albornoz-Festung) führen, von wo aus man einen Panoramablick über die gesamte Hügellandschaft der Marken genießt.
Hier ist der Link zu unserem Leitfaden über was es in Urbino zu sehen gibt, falls er Ihnen bei der Wahl Ihres nächsten Reiseziels helfen kann.
8. Ancona

Als Hafenstadt und Hauptstadt der Marken hat Ancona eine besondere geografische Lage: Es ist die einzige Stadt an der Adria, in der man die Sonne sowohl auf- als auch untergehen sehen kann.
Der höchste und eindrucksvollste Punkt ist der Duomo di San Ciriaco (Dom des Heiligen Cyriakus), eine romanisch-byzantinische Kathedrale, die den Hafen und die Stadt von oben beherrscht.
Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind der Arco di Traiano (Trajansbogen) aus dem Jahr 115 n. Chr. und die Mole Vanvitelliana (Vanvitelli-Mole), ein imposantes fünfeckiges Gebäude, das einst als Lazarett diente.
Für Archäologieliebhaber bewahrt das Museo Archeologico Nazionale delle Marche (Archäologisches Nationalmuseum der Marken) wertvolle Funde aus der picenischen und römischen Zivilisation. Für einen spezifischeren Leitfaden zu Ancona, was es zu sehen gibt und zu tun, verweisen wir Sie auf diesen spezielleren Artikel.
9. Ascoli Piceno

Ascoli Piceno wird als „Stadt des Travertins“ bezeichnet, da das gesamte historische Zentrum aus diesem Kalkstein gebaut ist, der den Straßen ein helles und elegantes Aussehen verleiht.
Das Herz der Stadt ist die Piazza del Popolo (Platz des Volkes), die oft als einer der schönsten Plätze Italiens bezeichnet wird und an dem sich der Palazzo dei Capitani del Popolo (Palast der Volkskapitäne) und das historische Caffè Meletti befinden.
Nicht weit entfernt liegt die Piazza Arringo (Versammlungsplatz), die älteste, mit dem Duomo di Sant’Emidio (Dom des Heiligen Emidius). Nicht zu verpassen ist die kulinarische Tradition, berühmt für die Oliven nach Ascolana-Art, die man unbedingt warm während eines Spaziergangs durch das Zentrum genießen sollte.
Wenn Sie sich für dieses Reiseziel interessieren und mehr Informationen darüber wünschen, was es in der Provinz Ascoli Piceno zu sehen gibt, hinterlassen wir Ihnen diesen spezifischen Leitfaden.
10. L’Aquila

Als Hauptstadt der Abruzzen ist L’Aquila eine Stadt reich an Denkmälern und Geschichte, die am Fuße des Gran Sasso liegt.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Fontana delle 99 Cannelle (Brunnen der 99 Röhren), die mit der Legende von der Gründung der Stadt durch 99 Burgen verbunden ist. Unbedingt zu besichtigen sind die Basilica di Santa Maria di Collemaggio (Basilika von Santa Maria di Collemaggio) mit ihrer zweifarbigen romanischen Fassade und das Forte Spagnolo (Spanische Festung), eine mächtige Festung aus dem 16. Jahrhundert.
Trotz der Wunden des Erdbebens von 2009 erstrahlt das historische Zentrum mit seinen Adelspalästen und Kirchen wieder in neuem Glanz und bietet eine einzigartige Mischung aus mittelalterlicher und Renaissance-Kunst.
Tour durch die besten Dörfer Mittelitaliens
Während die Kunststädte die großen Monumente bieten, bewahren die Dörfer Mittelitaliens die ländliche Seele der Region. Ob auf Lehmhügeln thronend, in Tuffstein gehauen oder von mächtigen Mauern umgeben, diese kleinen Zentren sind wahre architektonische Juwelen.
11. San Gimignano

Im Herzen der Toskana, zwischen Siena und Florenz gelegen, ist San Gimignano weltberühmt für seine mittelalterlichen Türme, die seine unverwechselbare Skyline prägen (von den ursprünglich 72 sind heute noch 14 erhalten).
Aber was gibt es in San Gimignano zu sehen? Zunächst das Dorf selbst, das von der UNESCO geschützt ist und ein perfektes Beispiel mittelalterlicher Stadtplanung darstellt. Wenn man die Via San Giovanni entlanggeht, erreicht man die Piazza della Cisterna (Zisternenplatz) und die Piazza del Duomo (Domplatz), wo sich die Kollegiatkirche mit Freskenzyklen aus dem 14. Jahrhundert befindet.
Neben der Architektur ist San Gimignano für die Produktion von Vernaccia, einem der edelsten Weißweine Italiens, bekannt.
12. Volterra

Volterra ist eines der faszinierendsten mittelalterlichen Dörfer Italiens. Es ist eine Stadt mit tausendjähriger Geschichte, in der etruskische, römische und mittelalterliche Zeugnisse sichtbar übereinander liegen.
Auf einem Hügel über dem Val di Cecina (Cecina-Tal) gelegen, ist es berühmt für sein Römisches Theater aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. und für die etruskische Akropolis. Das Herz des Dorfes ist die Piazza dei Priori (Platz der Prioren), die vom gleichnamigen Palast dominiert wird, dem ältesten Rathaus der Toskana.
Volterra ist außerdem weltweit für die Verarbeitung von Alabaster bekannt: Bei einem Besuch der Werkstätten im Zentrum kann man den Handwerkern bei der Arbeit zusehen und einzigartige Artefakte aus diesem lokal abgebauten, durchscheinenden Stein erwerben.
13. Pitigliano

Wegen der historischen Präsenz einer jüdischen Gemeinde auch „Klein-Jerusalem“ genannt, ist Pitigliano ein Dorf in der südlichen Toskana, das vollständig in Tuffstein gehauen ist. Die Stadt scheint direkt aus dem Felsen zu wachsen und erzeugt einen außergewöhnlichen visuellen Effekt, besonders nachts, wenn sie beleuchtet ist.
Zu den wichtigsten Stationen gehören das Ghetto Ebraico (Jüdisches Ghetto) mit der Synagoge, das imposante Acquedotto Mediceo (Medici-Aquädukt) und der Palazzo Orsini (Orsini-Palast).
In der Umgebung des Dorfes schlängeln sich die Vie Cave (Hohlwege), alte und tiefe, von den Etruskern in die Tuffwände gegrabene Pfade, ideal für einen Ausflug, der Geschichte und Natur verbindet.
14. Civita di Bagnoregio

Bekannt als „die sterbende Stadt“ aufgrund der fortschreitenden Erosion des Lehmhügels, auf dem sie ruht, ist Civita di Bagnoregio ein Dorf in Latium, das nur über eine lange Fußgängerbrücke aus Beton erreichbar ist.
Das Dorf ist fast unbewohnt und bewahrt ein intaktes mittelalterliches Aussehen mit Steinhäusern, blumengeschmückten Gassen und Plätzen aus gestampfter Erde. Der Besuch von Civita ist ein taktiles und visuelles Erlebnis: Vom Felsen aus genießt man einen atemberaubenden Blick auf das Valle dei Calanchi (Tal der Calanchi), eine Mondlandschaft aus Lehmkämmen und -spitzen, die den Ort umgibt.
15. Bomarzo

Das Dorf Bomarzo, in der Region Tuscia bei Viterbo gelegen, ist hauptsächlich dafür bekannt, den Sacro Bosco (Heiligen Wald) zu beherbergen, besser bekannt als Parco dei Mostri (Park der Ungeheuer).
Es handelt sich um einen weltweit einzigartigen Monumentalkomplex, der im 16. Jahrhundert von Vicino Orsini geschaffen wurde. Hier wurden riesige Peperinblöcke in Formen von mythologischen Kreaturen, Meeresungeheuern und unmöglichen Architekturen gemeißelt, wie das berühmte „Schiefe Haus“.
Neben dem Park verdient auch das historische Zentrum des Dorfes einen Besuch wegen des majestätischen Palazzo Orsini (Orsini-Palast) und seiner mittelalterlichen Struktur, die wunderschöne Ausblicke auf das darunter liegende Tal bietet.
16. Castel di Tora

Zu den schönsten Dörfern Italiens zählend, blickt Castel di Tora direkt auf die Ufer des Lago del Turano (Turano-See) in Latium.
Das Dorf bewahrt seine mittelalterliche Struktur mit sichtbaren Steinhäusern, Bögen und Gassen, die zum oberen Teil des Ortes hinaufführen. Die Hauptattraktion, neben dem Seepanorama, ist das Castello di Antuni (Schloss Antuni), das auf einer in den See ragenden Halbinsel liegt und im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann.
Die Kombination aus Steinarchitektur und dem tiefen Blau des Wassers macht dieses Dorf zu einem idealen Ziel für Ruhesuchende und Liebhaber von Postkartenlandschaften.
17. Todi

Auf einem Hügel thronend, der das mittlere Tibertal überblickt, ist Todi ein umbrisches Dorf, das eine außergewöhnliche monumentale Eleganz aufweist.
Das Zentrum entwickelt sich um die Piazza del Popolo (Platz des Volkes), an der sich die Komplexe der Palazzi Comunali (Städtischen Paläste) und der Duomo dell’Annunziata (Dom Mariä Verkündigung) befinden.
Nicht zu verpassen ist, etwas außerhalb der Mauern, die Kirche Consolazione, ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur mit Zentralbau. Das Dorf ist auch für die unterirdischen römischen Zisternen bekannt, die besichtigt werden können und von der antiken Wasserbautechnik der Stadt zeugen.
18. Anghiari

Anghiari ist ein wunderschönes mittelalterliches Dorf in der Toskana im Valtiberina, berühmt für die historische Schlacht von 1440, die von Leonardo da Vinci gemalt (und später verloren) wurde.
Das Dorf zeichnet sich durch seine charakteristische „gerade Straße“ aus, die es direkt mit Sansepolcro verbindet, sowie durch die tadellose Erhaltung seiner Mauern und Steingassen.
Anghiari zu besuchen bedeutet, den Palazzo della Battaglia (Schlachtpalast, Museum der Erinnerungen und der Landschaft im Land von Anghiari) zu entdecken und sich in den Antiquitäten- und Holzrestaurierungswerkstätten zu verlieren, die noch heute das historische Zentrum beleben.
19. Corinaldo

Im Hinterland der Marken gelegen, ist Corinaldo für seine Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert bekannt, die zu den am besten erhaltenen in ganz Mittelitalien gehört und fast vollständig auf dem Wehrgang begehbar ist.
Das Wahrzeichen des Dorfes ist die Piaggia, eine Treppe mit 100 Stufen, in deren Mitte sich der berühmte „Pozzo della Polenta (Polentabrunnen)“ befindet, der mit kuriosen lokalen Legenden verbunden ist.
Corinaldo ist auch die Geburtsstadt der Heiligen Maria Goretti, deren Geburtshaus ein Wallfahrtsort ist.
20. Gradara

Gradara ist ein befestigtes Dorf an der Grenze zwischen den Marken und der Emilia-Romagna, das von der majestätischen Rocca Malatestiana (Malatesta-Festung) dominiert wird.
Das Schloss ist berühmt als Schauplatz der tragischen Liebesgeschichte zwischen Paolo und Francesca, die von Dante in der Göttlichen Komödie verewigt wurde.
Das Dorf ist vollständig von einer doppelten Stadtmauer umschlossen, die man begehen kann, um von oben die mittelalterliche Struktur und die umliegende Landschaft zu bewundern.
Innerhalb der Mauern herrscht die Atmosphäre eines perfekt rekonstruierten mittelalterlichen Dorfes mit kleinen Handwerksläden und typischen Restaurants.
21. Scanno

In den Bergen der Abruzzen gelegen, ist Scanno bekannt als eines der meistfotografierten Dörfer Italiens dank seiner „schneckenförmigen“ städtischen Struktur und seiner geschnitzten Portale. Die Straßen von Scanno sind eine Abfolge von Bögen, Treppen und Adelspalästen.
Es ist berühmt für die Erhaltung der traditionellen Frauentrachten, die bei einigen Anlässen noch zu sehen sind, und für die Herstellung von Filigranschmuck, unter dem die Presentosa hervorsticht.
Das Dorf blickt auf den gleichnamigen See, der für seine charakteristische Herzform bekannt ist, wenn man ihn von bestimmten Aussichtspunkten aus betrachtet.
22. Santo Stefano di Sessanio

Dieses Dorf in den Abruzzen ist ein außergewöhnliches Beispiel für architektonische Wiederherstellung.
Auf 1.250 Metern Höhe im Parco Nazionale del Gran Sasso (Nationalpark Gran Sasso) gelegen, ist Santo Stefano di Sessanio vollständig aus weißem Kalkstein gebaut, der im Laufe der Zeit gebräunt wurde.
Das Dorf war Teil der Besitztümer der Medici-Familie, wie das Wappen am Eingangstor bezeugt. Seine Straßen sind durch Tonnengewölbe und enge Gänge gekennzeichnet.
Es ist der ideale Ort, um die berühmten Linsen von Santo Stefano zu probieren, die auf den umliegenden Hochlandfeldern angebaut werden, in einer Umgebung, die den Charme des Bergmittelalters bewahrt hat.
Naturparks, Berge, Wasserfälle und ikonische Seen
Mittelitalien beherbergt einige der abwechslungsreichsten Naturlandschaften des Landes. Der Apennin-Kamm mit seinen Gipfeln über 2.000 Metern fällt zu vom Menschen geformten Hügeln und tiefen, von Flüssen gegrabenen Tälern ab.
23. Val d’Orcia

Im Süden der Toskana, zwischen den Provinzen Siena und Grosseto gelegen, ist das Val d’Orcia (Orcia-Tal) eine Kulturlandschaft, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Es zeichnet sich durch sanfte Hügel, Zypressenreihen und weiße Straßen aus, die Orte wie Pienza und San Quirico d’Orcia verbinden.
Einer der ikonischsten Fotospots ist die Cappella della Madonna di Vitaleta (Kapelle der Madonna von Vitaleta), zusammen mit den berühmten Zypressen von San Quirico. Neben der Ästhetik ist das Tal für seine typischen Produkte bekannt, wie den Pecorino aus Pienza und die Rotweine aus Montalcino und Montepulciano.
24. Parco Nazionale dei Monti Sibillini

Dieser Park erstreckt sich zwischen den Marken und Umbrien und umfasst einige der höchsten Gipfel des zentralen Apennins, wie den Monte Vettore.
Das Gebiet ist eine Mischung aus Legende und Natur: Orte wie die Grotta della Sibilla (Grotte der Sibylle) und der Lago di Pilato (Pilatussee) (das einzige natürliche Gletschermassiv der Gegend) ziehen seit Jahrhunderten Wanderer und Mysterienliebhaber an.
Der Park bietet Hunderte von Kilometern an Wanderwegen, darunter der Grande Anello dei Sibillini (Großer Sibillini-Ring), ideal zum Wandern und Mountainbiken, durch dichte Buchenwälder und Hochgebirgswiesen.
Wenn Sie einen detaillierteren Führer wünschen, empfehlen wir Ihnen diesen Artikel zur Entdeckung der Monti Sibillini: Was es zu sehen und zu tun gibt.
25. Piani di Castelluccio di Norcia

Auf etwa 1.450 Metern Höhe gelegen, sind die Piani di Castelluccio (Hochebenen von Castelluccio) drei Karst-Hochebenen (Pian Grande, Pian Piccolo und Pian Perduto), die weltweit für ihre Blüte berühmt sind.
Zwischen Ende Mai und Mitte Juli färben sich die Linsenfelder dank der gleichzeitigen Blüte von Mohnblumen, Kornblumen und Gänseblümchen gelb, rot, weiß und blau.
Das Dorf Castelluccio, das die Hochebene überragt, ist der Ausgangspunkt, um dieses Naturschauspiel zu beobachten und Sportarten wie Wandern zu den umliegenden Gipfeln zu betreiben.
26. Valnerina

Die Valnerina ist das vom Fluss Nera gegrabene Tal, das im Herzen Ostumbriens fließt. Es ist ein Gebiet, das durch üppige Natur, enge Schluchten und befestigte Dörfer, die an den Felswänden kleben, gekennzeichnet ist.
Es ist der bevorzugte Ort für Wassersportler, insbesondere für Rafting und Kajakfahren, die die Strömung des Flusses nutzen.
Neben dem Sport ist das Tal mit abgelegenen Abteien und Heiligtümern übersät, wie der Abbazia di San Pietro in Valle (Abtei des Heiligen Petrus im Tal), und es ist der Hauptzugangsweg zur Cascata delle Marmore (Marmore-Wasserfall).
27. Parco Naturale del Monte San Bartolo

Zwischen den Provinzen Pesaro und Rimini gelegen, stellt dieser Park eine geografische Seltenheit dar: ein Kliff-Vorgebirge, das direkt auf die Adria blickt.
Die Felswände fallen steil ins Wasser ab und schaffen kleine Buchten, die nur auf dem Seeweg oder über steile Pfade erreichbar sind. Der Park wird von der Panoramica Adriatica durchquert, einer bei Radfahrern beliebten Straße für ihre Serpentinen und spektakulären Ausblicke.
Neben der Natur beherbergt das Gebiet befestigte Dörfer wie Fiorenzuola di Focara und Casteldimezzo, die privilegierte Aussichtspunkte auf die darunter liegende Küstenlinie bieten.
28. Campo Imperatore

Als „Kleines Tibet“ Europas bezeichnet, ist Campo Imperatore eine weite Hochebene auf etwa 1.800 Metern Höhe im Herzen des Gran Sasso-Massivs in Italien.
Die Landschaft ist karg und grenzenlos, gekennzeichnet durch das fast vollständige Fehlen von Baumbewuchs und dominiert von der Silhouette des Corno Grande.
Es ist ein wichtiges Ziel für Wanderer und für den Besuch des Astronomischen Observatoriums. Das Gebiet ist auch bekannt für seine Freiluft-„Ristori“, wo man die berühmten abruzzesischen Arrosticini kaufen und sofort an den von den örtlichen Metzgern bereitgestellten Grills zubereiten kann.
29. Parco Nazionale della Majella

Die Majella, bekannt als der „Mutterberg“ der Abruzzen, ist ein imposantes Kalksteinmassiv, das durch tiefe Schluchten (die Gole di Fara San Martino) und weite Hochplateaus gekennzeichnet ist.
Es ist der Park der Einsiedeleien: Kultstätten, die in den Fels gehauen sind, wie San Bartolomeo in Legio und Santo Spirito a Maiella, zeugen von einer alten Spiritualität, die mit der Einsamkeit der Gipfel verbunden ist.
Die Flora ist äußerst reichhaltig, mit über 2.100 erfassten Arten, während die Fauna die ständige Präsenz des Wolfs und des Marsischen Braunbären aufweist, die durch ein Netz von Besucherzentren und integralen Reservaten geschützt sind.
30. Parco Nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise

Es ist einer der ältesten Parks Italiens und der bevorzugte Ort für die Beobachtung von Wildtieren.
Das Gebiet ist größtenteils von dichten Buchenwäldern bedeckt, die den Marsischen Braunbären, die Abruzzen-Gämse und den Apenninwolf beherbergen.
Ortschaften wie Pescasseroli, Opi und Villetta Barrea dienen als Knotenpunkte für die zahlreichen Naturbeobachtungspfade.
31. Valle di Comino
An der Latium-Seite des Apennins gelegen, ist das Valle di Comino (Comino-Tal) ein Gebiet, das von einem Rahmen aus Kalksteingipfeln geprägt ist, der eine Landschaft aus mit Weinbergen und Olivenhainen bewirtschafteten Hügeln umschließt.
Es ist bekannt für die Produktion des Weins Cabernet di Atina DOC und für seine intakten mittelalterlichen Dörfer wie Alvito und San Donato Val di Comino.
Das Tal bietet ein langsames Reiseerlebnis zwischen pastoralen Traditionen und önogastronomischen Routen, abseits der Haupttouristenströme, ideal für diejenigen, die die Authentizität der kleinen landwirtschaftlichen Zentren im südlichen Latium suchen.
32. Bosco Monumentale del Sasseto

Am Fuße des Castello di Torre Alfina (Schloss von Torre Alfina) gelegen, wird dieser Wald „der Wald von Schneewittchen“ genannt, wegen der märchenhaften Atmosphäre, die von jahrhundertealten Bäumen mit verdrehten Formen und moosbedeckten Vulkangesteinen geschaffen wird.
Das Unterholz ist reich an Farnen und seltenen Blüten, während sich die Pfade zwischen riesigen Stämmen (viele davon über 100 Jahre alt) und Lavagestein schlängeln, das vom alten Vulkan Bolsena geschleudert wurde.
Es ist ein einzigartiges Ökosystem wegen seiner Dichte und des Mikroklimas, das die Gegend auch in den Sommermonaten kühl und feucht hält.
33. Cascata delle Marmore

Wenige Kilometer von Terni entfernt, ist sie einer der höchsten Wasserfälle Europas mit einem Gesamtgefälle von 165 Metern, aufgeteilt in drei Stufen.
Es handelt sich um ein wasserbauliches Werk aus der Römerzeit, das geschaffen wurde, um das Wasser des Flusses Velino in den Nera abfließen zu lassen.
Besucher können sechs Wege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade begehen, die es ermöglichen, die Kaskaden aus verschiedenen Blickwinkeln zu beobachten, einschließlich des berühmten „Balcone degli Innamorati (Balkon der Verliebten)„, der sich direkt hinter dem ersten Wasserstrahl befindet.
34. Lago di Bolsena

Im oberen Latium gelegen, ist der Lago di Bolsena (Bolsenasee) einer der schönsten Seen Italiens. Er ist der größte See vulkanischen Ursprungs in Europa, und seine runde Form zeugt vom einstigen Kollaps der Vulkane der Volsini-Bergkette.
Das Wasser ist extrem sauber und zum Baden geeignet, ideal zum Segeln und Kajakfahren. In der Mitte des Sees erheben sich zwei Inseln, die Bisentina und die Martana, die mit Touristenbooten besucht werden können.
Entlang der Ufer befinden sich charakteristische Dörfer wie Bolsena, mit seiner Monaldeschi-Festung, und Capodimonte, das Strände aus dunklem Vulkansand und eine von jahrhundertealten Platanen beschattete Seepromenade bietet.
35. Lago di Barrea

Dieses künstliche Becken befindet sich im Herzen des Nationalparks der Abruzzen und ist von einigen der schönsten Gipfel der Gegend umgeben.
Der See ist ein wichtiger Rastplatz für die lokale Fauna: Es ist nicht selten, Hirsche zu sehen, die zum Trinken bis ans Ufer kommen.
Drei historische Dörfer blicken auf sein Wasser: Barrea, Civitella Alfedena und Villetta Barrea. Ein Fuß- und Radweg verläuft entlang eines Teils des Umfangs und bietet Rastplätze und Beobachtungspunkte für die Vogelbeobachtung.
36. Grotte di Frasassi
Im Regionalen Naturpark der Gola della Rossa und Frasassi in den Marken gelegen, stellen sie eine der spektakulärsten unterirdischen Routen der Welt dar.
Die Grotte di Frasassi (Frasassi-Höhlen) sind ein Komplex von Karsthöhlen, deren erster Saal, der Abisso Ancona (Ancona-Abgrund), so groß ist, dass er den Mailänder Dom aufnehmen könnte.
Die touristische Route, etwa 1,5 km lang, schlängelt sich zwischen Stalaktiten und Stalagmiten mit suggestiven Formen, kristallklaren Seen und Kalzitflüssen. Für erfahrenere Besucher stehen geführte speläologische Touren zur Verfügung, die in die weniger begangenen Bereiche des Komplexes vordringen.
37. Giardino di Ninfa

Auf den Ruinen der alten mittelalterlichen Stadt Ninfa in der Provinz Latina erbaut, wurde er von der New York Times als der schönste und romantischste Garten der Welt bezeichnet.
Es ist ein englischer Garten, in dem die üppige Vegetation, bestehend aus exotischen Pflanzen, Kletterrosen und japanischem Ahorn, mit den Überresten von Kirchen und Palästen aus dem 14. Jahrhundert verwoben ist.
Der Garten wird vom Fluss Ninfa durchquert, dessen kristallklares Wasser ein feuchtes Mikroklima schafft, das das Wachstum seltener botanischer Arten ermöglicht. Der Besuch ist nur an bestimmten Tagen im Jahr und im Rahmen von Führungen möglich, um seine extreme Zerbrechlichkeit zu bewahren.
Unverzichtbare Meere, Küsten und Inseln
Die Küste Mittelitaliens bietet radikal unterschiedliche Szenarien, von den Steilklippen am Tyrrhenischen Meer bis zu den Sandstränden der Adria, über wilde Archipele und Küsten, die von alten Fischereimaschinen geprägt sind.
38. Isola d’Elba

Elba ist die größte der Inseln des Toskanischen Archipels und bietet über 150 Kilometer Küste mit einer erstaunlichen geologischen Vielfalt.
Man findet hier alles von den weißen Sandstränden der zentralen Küste, wie La Biodola, über die Granitklippen von Sant’Andrea bis hin zu den „eisenhaltigen“ Stränden der Ostküste, die durch dunklen und glitzernden Sand gekennzeichnet sind.
Die Insel ist ein Paradies für Trekking, mit Wegen, die bis auf die 1.019 Meter des Monte Capanne führen, von wo aus man den gesamten Archipel und Korsika sehen kann. Wichtig sind auch die historischen Zeugnisse im Zusammenhang mit dem Exil Napoleons, die in seinen beiden offiziellen Residenzen besichtigt werden können.
39. Riviera del Conero

In den Marken, südlich von Ancona, bricht das Vorgebirge des Monte Conero die Linearität der Adriaküste und schafft Kalksteinfelsen und versteckte Buchten.
Die ikonischsten Strände sind die von Sirolo und Numana, mit der berühmten Bucht der „Due Sorelle (Zwei Schwestern)„, die nur auf dem Seeweg erreichbar ist.
Das Gebiet ist durch eine dichte mediterrane Macchia gekennzeichnet, die bis ans Wasser reicht und Panoramawanderwege bietet, die sich zwischen Seekiefern und Ginster schlängeln. Für einen vollständigen Überblick über den Conero, was es zu sehen und zu tun gibt in der Gegend, verweisen wir auf diesen spezifischen Leitfaden.
40. Costa dei Trabocchi

Der Küstenabschnitt der Abruzzen von Ortona bis Vasto ist berühmt für die Trabocchi, alte und malerische Fischereimaschinen aus Holz, die wie Pfahlbauten aussehen und mit langen Armen über das Meer ragen. Viele dieser Strukturen wurden restauriert und in Restaurants umgewandelt, in denen man über dem Wasser schwebend isst.
Die Küste ist ein Wechselspiel aus Kieselbuchten, Klippen und Naturschutzgebieten wie dem von Punta Aderci. Heute ist dieser Küstenabschnitt durch die „Via Verde„, einen der längsten und spektakulärsten Küstenradwege Europas, der auf der Trasse der alten Eisenbahnlinie angelegt wurde, noch zugänglicher.
41. Isole Pontine

Vor der Küste Latiums gelegen, besteht der Pontinische Archipel aus Inseln vulkanischen Ursprungs, unter denen Ponza und Ventotene hervorstechen.
Ponza ist berühmt für seine zerklüfteten Küsten, die Meeresgrotten und den Strand von Chiaia di Luna, der von einer sehr hohen Tuffsteinwand geschützt wird.
Ventotene, kleiner und ruhiger, bewahrt den Charme des römischen Hafens, der vollständig in den Tuffstein gehauen wurde, und ein geschütztes Meeresreservat, das ideal zum Tauchen ist.
Spirituelle Orte in Mittelitalien, die einen Besuch wert sind
Seit Jahrhunderten hat die geografische Beschaffenheit des Apennins mit seinen abgeschiedenen Tälern und stillen Gipfeln den kontemplativen Rückzug und die Entstehung klösterlicher Gemeinschaften gefördert. Diese Orte sind nicht nur Wallfahrtsziele, sondern auch architektonische Komplexe von enormem Wert.
42. Assisi

Assisi ist untrennbar mit den Figuren des Heiligen Franziskus und der Heiligen Klara verbunden.
Das Hauptdenkmal ist die Basilika San Francesco, die aus zwei übereinander liegenden Kirchen besteht: der Unterkirche, die intimer und älter ist, und der Oberkirche, berühmt für den Freskenzyklus von Giotto, der das Leben des Heiligen erzählt.
Ein vollständiger Besuch muss jedoch auch die Basilika Santa Chiara, den Minerva-Tempel (ein perfekt erhaltener antiker römischer Tempel) und die Eremo delle Carceri umfassen, die auf 800 Metern Höhe auf dem Monte Subasio liegt, wo sich Franziskus zwischen Höhlen und jahrhundertealten Steineichen zum Gebet zurückzog.
43. Abbazia di Fiastra

In den Marken, in der Nähe von Macerata, gelegen, ist die Abbazia di Chiaravalle di Fiastra (Abtei von Chiaravalle di Fiastra) eines der am besten erhaltenen Beispiele zisterziensischer Architektur in Italien.
Gegründet im Jahr 1142, besticht die Abtei durch die Schlichtheit ihrer romanisch-gotischen Linien, typisch für den Orden des Heiligen Bernhard. Neben der Kirche kann man den Kreuzgang, den Kapitelsaal und die alten Keller besichtigen.
Der Komplex ist in ein weitläufiges Naturschutzgebiet von 1.800 Hektar eingebettet, das einen über die Jahrhunderte erhaltenen Wald umfasst, ideal für entspannende Spaziergänge auf den ebenen Wegen entlang des Flusses Fiastra.
44. Eremo di San Bartolomeo in Legio

Eingebettet in eine Felswand im Herzen der Majella in den Abruzzen, ist diese Einsiedelei von weitem fast unsichtbar, da sie direkt in den Kalkstein gehauen ist. Um sie zu erreichen, muss man einen Pfad hinab ins Tal von Santo Spirito gehen.
Die Struktur, restauriert von Pietro da Morrone (dem späteren Papst Coelestin V.) um 1250, besteht aus einer kleinen Kirche und zwei Räumen, in denen die Eremiten in völliger Abgeschiedenheit lebten.
Der Zugang erfolgt über eine in den Fels gehauene Treppe, was ein konkretes Zeugnis dafür liefert, wie sehr die spirituelle Suche in diesen Ländern mit extremen Lebensbedingungen und einem direkten Kontakt mit der wildesten Natur verbunden war.
45. Via Francigena (Abschnitt in Mittelitalien)

Die Via Francigena ist die alte Pilgerroute, die Pilger aus Nordeuropa nach Rom zurücklegten. Der Abschnitt in Mittelitalien, der durch die Toskana und Latium führt, gilt als der eindrucksvollste wegen der Vielfalt der Landschaften.
Man wandert durch die Hügel des Val d’Elsa, durchquert das Val d’Orcia und betritt Latium entlang des Bolsenasees und der archäologischen Gebiete der Tuscia.
Schon das Zurücklegen weniger Etappen dieses Weges ermöglicht es, kleinere Dörfer und alte Raststätten (wie das Ospedale di San Leonardo) zu entdecken und das Gebiet in einem Tempo zu erleben, das die Beobachtung mittelalterlicher architektonischer Details fördert.
46. Santuario di Loreto

In den Marken gelegen, ist das Heiligtum von Loreto einer der wichtigsten marianischen Wallfahrtsorte der Welt. In seinem Inneren wird das Heilige Haus von Nazareth aufbewahrt, wo der Überlieferung nach die Jungfrau Maria die Verkündigung empfing.
Das Haus, bestehend aus drei Steinmauern, ist von einer majestätischen Renaissance-Marmorverkleidung umgeben, die von Donato Bramante entworfen wurde.
Die Basilika, die es umgibt, ist ein Meisterwerk gotisch-renaissancezeitlicher Architektur, an dessen Bau Künstler wie Melozzo da Forlì und Luca Signorelli beteiligt waren.
Wenn Sie mehr über die Schönheiten dieser Gegend erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Leitfaden: Was gibt es in Loreto zu sehen?
47. Abbazia di Farfa

Eingebettet im Grünen der Sabina in Latium, war die Abtei von Farfa im Mittelalter eines der mächtigsten Klosterzentren Europas und genoss direkte Unabhängigkeit vom Papst.
Das Dorf, das die Abtei umgibt, ist intakt geblieben, mit kleinen Handwerksläden, die auf Weberei am Webstuhl spezialisiert sind.
Die Abteikirche bewahrt wertvolle Fresken und einen Kosmaten-Boden, aber der wahre Schatz ist die Monumentalbibliothek, die Tausende von alten Kodizes und wertvollen Manuskripten beherbergt.
48. Abbazia di San Galgano

Etwa 30 Kilometer von Siena entfernt, ist die Abtei von San Galgano berühmt als eine der wichtigsten gotischen Zisterzienserkirchen Italiens, die heute vollständig ohne Dach ist. Die hohen Steinmauern und spitzbogigen Arkaden ragen in den Himmel und schaffen einen einzigartigen szenischen Effekt.
Wenige Schritte von der Abtei entfernt, auf der Einsiedelei von Montesiepi, wird das „Schwert im Felsen“ aufbewahrt: das Schwert, das der Ritter Galgano Guidotti 1180 in den Boden stieß, als Zeichen des Verzichts auf den Krieg, um das Eremitenleben anzunehmen.
Historische Villen, kunstvolle Gärten und ungewöhnliche Orte
Neben den natürlichen und religiösen Schönheiten beherbergt Mittelitalien Adelsresidenzen und Themenparks, die aus der Kreativität von Architekten und Künstlern entstanden sind, die die Konventionen herausfordern wollten.
49. Tivoli: Villa d’Este und Villa Adriana

Tivoli beherbergt zwei UNESCO-Stätten von unschätzbarem Wert.
Die Villa Adriana (Hadriansvilla) ist die größte und reichste Villa, die je in der römischen Welt gebaut wurde, konzipiert von Kaiser Hadrian als eine Zusammenfassung der Monumente, die er auf seinen Reisen gesehen hatte; hier kann man den Kanopus mit seinem von Statuen umgebenen Becken und das Teatro Marittimo (Maritimes Theater) bewundern.
Die Villa d’Este, ein Meisterwerk der italienischen Renaissance, ist hingegen berühmt für ihren monumentalen Garten. Das Brunnensystem, das nur durch den natürlichen Wasserdruck gespeist wird, umfasst spektakuläre Werke wie die Fontana dell’Ovato (Ovale Fontäne) und die Fontana dell’Organo (Orgelbrunnen), die dank eines internen hydraulischen Mechanismus Töne erzeugt.
50. Giardino dei Tarocchi

In Capalbio, in der Maremma der Toskana gelegen, ist dieser Kunstpark das Werk der Bildhauerin Niki de Saint Phalle.
Der Garten beherbergt zweiundzwanzig imposante Skulpturen aus Stahl und Beton, bis zu 15 Meter hoch, die die großen Arkana des Tarots darstellen. Jede Figur ist vollständig mit Spiegeln, farbigem Glas und polychromer Keramik verkleidet, was Lichtspiele erzeugt, die den Besucher direkt einbeziehen.
Es ist ein Ort, an dem zeitgenössische Kunst mit der natürlichen Landschaft verschmilzt, und es ermöglicht, physisch in die Werke selbst hineinzugehen, wie im Fall der riesigen Skulptur der Kaiserin.
51. La Scarzuola

Im Herzen Umbriens, in Montegabbione, befindet sich die „Ideale Stadt“ des Mailänder Architekten Tomaso Buzzi.
Neben einem alten Franziskanerkloster erbaut, ist La Scarzuola ein surrealer Komplex aus Theatern, Labyrinthen und architektonischen Strukturen voller esoterischer Symbolik.
Buzzi entwarf eine Art steinerne Theaterkulisse, die Reproduktionen berühmter Monumente wie das Kolosseum und den Parthenon umfasst, die alle in einen traumhaften Pfad verwoben sind, der die Reise der Seele darstellt.
Der Besuch ist geführt und ermöglicht es, die literarischen und philosophischen Referenzen zu verstehen, die die Schaffung dieses einzigartigen Ortes inspiriert haben.
52. Villa Farnese

In Caprarola, in der Provinz Viterbo gelegen, ist die Villa Farnese (oder Palazzo Farnese) eines der besten Beispiele für eine Spätrenaissance-Residenz.
Ihre fünfeckige Grundrissstruktur mit einem runden Innenhof macht sie zu einem einzigartigen architektonischen Meisterwerk. Im Inneren sind die Säle vollständig mit Themen bemalt, die die Macht der Familie Farnese feiern, darunter der spektakuläre Saal der Weltkarte.
Außen wird die Villa durch einen italienischen Garten ergänzt, der auf Terrassen angelegt ist, die den Hügel hinauf zur Casina del Piacere (Lusthäuschen) führen, umgeben von Wasserspielen und barocken Skulpturen.
53. Villa Medicea La Magia

In Quarrata, in der Provinz Pistoia gelegen, ist diese Villa Teil der seriellen UNESCO-Stätte der Medici-Villen. Ursprünglich als Burg entstanden, wurde sie Ende des 16. Jahrhunderts von Francesco I. de‘ Medici erworben.
Die Struktur ist bekannt für ihren monumentalen Garten, der klassische Elemente mit Installationen zeitgenössischer Kunst verbindet. Eines der charakteristischen Merkmale ist der interne Teich und der dichte Wald, der das Anwesen umgibt, einst ein Jagdrevier der Medici-Familie.
54. Parco di Villa Demidoff

In Pratolino, in der Nähe von Florenz, befindet sich das, was von einer der prächtigsten Villen der Medici übrig geblieben ist, die später von den Fürsten Demidoff erworben wurde.
Obwohl die ursprüngliche Villa verloren gegangen ist, ist der Park eine UNESCO-Stätte von immensem botanischem und künstlerischem Wert. Die Hauptattraktion ist der Koloss des Apennin, eine riesige Skulptur von Giambologna, über 10 Meter hoch, die direkt aus dem Wasser des darunter liegenden Teiches aufzutauchen scheint.
Der Park beherbergt auch mehrere künstliche Grotten, Brunnen und Denkmäler, die in einem dichten Wald verstreut sind und ein Erlebnis bieten, das den italienischen Garten mit dem romantischen Stil des englischen Parks verbindet.
55. Parco dei Mostri di Bomarzo

Bereits als Teil des Dorfes Bomarzo erwähnt, verdient der Sacro Bosco (Heiliger Wald) eine besondere Erwähnung als einer der unbekannten Orte, die man in Italien besuchen sollte.
Entworfen vom Architekten Pirro Ligorio im Auftrag von Vicino Orsini, folgt der Park nicht den symmetrischen Regeln der Renaissancegärten. Es ist ein esoterischer Pfad zwischen riesigen Steinstatuen, die Gottheiten, wilde Tiere und mythologische Figuren wie den Orco (der zum Symbol des Parks wurde) darstellen, dessen aufgerissener Mund betreten werden kann.
Jede Station des Parks wird von rätselhaften Inschriften begleitet, was den Besuch zu einem immersiven Erlebnis in der Welt des Grotesken und Fantastischen macht.
Reisetipps für den Urlaub in Mittelitalien
Mittelitalien ist eine wunderschöne Gegend, die durch ihre Vielfalt besticht: In wenigen Stunden Reisezeit kann man von den Gipfeln des Apennins zu den kristallklaren Stränden von Elba oder des Conero gelangen und dabei Dörfer durchqueren, in denen die Geschichte stehen geblieben zu sein scheint.
Für eine Reise, die es ermöglicht, mehrere Orte ohne den Stress des ständigen Gepäcktransports zu besuchen, ist jedoch ein bequemer und zentraler Stützpunkt erforderlich.
Die Villen von Anita Villas sind perfekt für diesen Zweck: privater Pool zur alleinigen Nutzung, absolute Entspannung, Stille und maximaler Komfort sind die Markenzeichen unserer Unterkünfte.
Stellen Sie sich vor, nach einem Tag in den Museen von Florenz oder auf den Wegen der Majella an einen einladenden Ort zurückzukehren und die Privatsphäre in einer eleganten Umgebung genießen zu können.
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